Wenn ein Fehler einmal passiert, dann ist es menschlich. Wenn der gleiche Fehler nochmal passiert, dann ist es ja irgendwo noch verständlich. Wenn er aber immer wieder passiert, dann hat man nichts dazu gelernt :-) Wenn bei mir Gefühle im Spiel sind, dann gelten sowieso andere Regeln. Ganz komische, eigenwillige Regeln. Dann unterwirft sich mein ganzes Verhalten dieser Dynamik und ich kann es nicht ändern, steuern, es ist fast so, als ob ich meinen kompletten Verstand irgendwo abgeben würde...
Und zur Zeit sind bei mir Gefühle im Spiel! Viele Gefühle. Heftige Gefühle. Eine Liebesgeschichte, die keine Liebesgeschichte ist. Es ist pures Verlangen, Leidenschaft, Lust im Spiel... und gleichzeitig doch Vertrautheit, Nähe, Zuneigung, tiefere Gefühle, neben ihm aufwachen wollen und der ganze Kram. Die Heftigkeit haut mich um, hab sowas noch nie vorher erlebt. Diese ganz einfache Liebesgeschichte, so anders als alles andere bisher, so anders als alles wovon kleine Prinzessinnen träumen. So nüchtern, ganz ohne den großen Knall, ganz ohne die großen Gefühle, ganz ohne die Sterne vom Himmel. Im Hier und Jetzt findet sie statt, tut so gut, gibt so viel. Auch diese Liebesgeschichte, die eigentlich keine ist und die Frage nach der Zukunft nicht duldet, macht Angst. Und die Angst bringt das Chaos im Spiel und das Chaos die Verwirrung. Und dann sucht man nach Orientierung, nach Halt, nach Werten, die es nicht gibt, die einem nicht gesetzt werden. Hab gefunden, was ich im Augenblick gesucht hab und hab es wieder verloren. Wie geht man aber damit um, wenn man erstens gefunden hat, was man gesucht hat und zweitens, wenn man es dann verliert? Alles trifft einen ohne Vorwarnung, ohne Gebrauchsanweisung, irgendwann ist es einfach da oder eben weg. Beides ist so unsagbar kompliziert, so anfällig für Brüche und Fehler. So endgültig weg, so leer.
Anderes Thema: Die Zukunftsangst, die so groß ist, dass ich den Verstand verlieren könnte. Ob es der Uni-Abschluß ist oder die Torschluss-Panik weil ich 29 geworden bin. Der Countdown läuft, so oder so. Die Magisterarbeit muss geschrieben werden. Hab mir zwar ein tolles Thema ausgesucht, aber gleichzeitig ist diese Arbeit für mich ein Schritt näher an die große Ungewissheit. Wie soll ich damit anfangen, wenn sie meine Ängste wahr werden lässt? Wie soll ich mit Leib und Seele dabei sein, wenn es mir Angst macht? Wahrscheinlich einfach mal machen und mich meinen Ängsten stellen. Großes Mädchen sein und der Angst die Stirn bieten. Mir wahrscheinlich sagen, ok ich bin bereit für diese ungewisse Zukunft, für den möglichen Abgrund. Alles mit Fassung tragen. Wieder mal total nüchtern sein, ohne Gefühle, ohne große Leidenschaft.
Über kurz oder lang muss ich für jemanden etwas machen, was überhaupt nicht schön sein wird, was mein schlimmstes Erlebnis werden wird, was mich und meinen Geist brechen wird, was aus Vernünftsgründen aber gemacht werden muss, weil es keinen anderen Ausweg geben wird. Weil alles so unsagbar kompliziert ist, weil alles auf der Kippe sein wird. Entweder wird es gut gehen oder es wird ganz schlimm enden, mit gravierenden Folgen. Und ausgerechnet ich werde es tun müssen, ich werde über den richtigen Augenblick entscheiden müssen und werde ein Leben lang mit diesen Folgen leben müssen. Ich muss beobachten, ich muss bis es soweit ist mit dem Bewußtsein leben, dass ich diejenige sein werde, die das alles tun muss. Und auch hier muss ich nüchtern handeln, so ganz ohne Gefühle und die Vernunft walten lassen.
Viele verschiedene Gefühle, großes Chaos, einfach alles ein bisschen zu viel. Gefühle zulassen, haben, dann sie aber ausschalten versuchen und vernünftig, nüchtern oder was auch immer handeln müssen. Wie geht denn das? Das alles macht mich ganz kirre im Kopf, ganz unausgeglichen und total komisch. Als ob ich nicht so schon komisch genug wäre... :-)
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1 comment:
Lieber Freund,
als Kollege-blogger erlaube ich mir dich zu der Vernisage
meiner Ausstellung "Die Becks Schmerzenlosbehandlungskunst" einzuladen.
Sie findet statt
am 25.IV. 2008 um 18.00
in der
Ganzheitliche Physiotherapie
Limes – str. 18 b
81 243 MÜNCHEN
Tel.: 089 – 86306514
Wenn du Lust hast freue ich mich dich begrüßen zu dürfen und
in bei dieser Gelegenheit kennen zu lernen.
marwin beck
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